Spanien: Region Galicia führt Bußgelder für nicht geimpfte Personen ein

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Das Regionalparlament von Galicia (deutsch auch Galizien) in Nordwest-Spanien reformiert das lokale Gesundheitsgesetz und führt für Impfgegner und ‑säumige Strafen ein, die bis zu 600.000 Euro betragen können. Die Gesetzesänderung erfolgte mit alleiniger Unterstützung der Volkspartei (Partido Popular, PP), berichtet El País.

In Spanien ist die Freiwilligkeit der Covid-Impfung an sich wenig umstritten. Noch bevor die Europäische Union den ersten Impfstoff genehmigt hatte, erklärte jedoch der damalige spanische Gesundheitsminister Salvador Illa, dass die Covid-Impfpflicht dann als verpflichtend angesehen werden könnte, wenn sie sich als notwendig herausstellt, um eine breite Impfabdeckung zu erreichen. Doch diese Option wurde bald verworfen. Und auch die wachsende Akzeptanz scheint diese Option unnötig zu machen: Acht von zehn Spaniern sind bereit, so schnell wie möglich von der Covid-Impfung Gebrauch zu machen. Lediglich die Region Galicia wich an diesem Dienstag von diesem landesweiten Usus ab. Das Regionalparlament hat mit der absoluten Mehrheit der Volkspartei von Alberto Núñez Feijóo eine Reform des lokalen Gesundheitsgesetzes verabschiedet, die Strafen zwischen 1.000 und 600.000 Euro für Personen vorsieht, die sich ungerechtfertigterweise weigern, sich gegen Covid und gegen mögliche zukünftige Viren impfen zu lassen.

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